Eine neue

Braunbärenanlage

für Susi und Cheppo

Seit 1935 leben Bären in der Ulmer Friedrichsau. Zuerst in bescheidenen Verhältnissen in einem Zwinger, dann bekamen sie ein Gehege am Fort Friedrichsau mit einer Plattform, die schließlich in den 70er Jahren um mehr als das doppelte erweitert wurde.

Aber auch diese Maßnahme entsprach auf Dauer nicht den Ansprüchen einer modernen Bärenhaltung. Die Ulmer Bürgerschaft, insbesondere die "Aktionsgruppe Biber", kämpfte 20 Jahre für eine tiergerechtere Anlage.

Es bestand die Möglichkeit die Bärenhaltung in das denkmalgeschützte Fort Friedrichsau zu verlegen. Das hätte 940 qm Fläche, 1 Million DM Kosten und ein sich heftig wehrender Freundeskreis der Bundesfestung Ulm bedeutet.

Eine zweite Möglichkeit wäre die Erweiterung der bisherigen Anlage nach Süden gewesen. Das hätte eine zusätzliche Fläche von 377 qm bedeutet, aber auch die Beibehaltung des alten "Bärenzwingers" mit "stabiler Magerbegrünung" und Kosten von 1,2 Millionen DM.


Die dritte Möglichkeit war ein kompletter Neubau im Tiergarten: 4000 qm in einem naturnahen Gehege mit Wiese, altem Baumbestand und bärengerechten Rückzugsmöglichkeiten. Die Besucher der Friedrichsau wären jedoch den Tieren nicht mehr so nahe, denn diese Neuanlage sollte mit einem Stahl- und Elektrozaun gesichert werden. Zwar hätte man angesichts der veranschlagten 1,3 Millionen DM auf viele Dinge verzichten müssen, wie z. B. auf einen Weg für die Tiergartenbesucher um die Bärenanlage herum, aber es ging um die Ulmer Bären und deren Zukunft in Ulm. So sprach sich Grünflächenleiter Dr. Peter Laipple für die dritte Möglichkeit aus.


2003 wurde die neue Bärenanlage eröffnet.

Plan der neuen Bärenanlage

Altes Bärengehege am Fort Friedrichsau vor der Erweiterung

(um 1970)

Die Bären in ihrem neuen Gehege

Weitere Informationen über Braunbären finden sie bei: www.wikipedia.de

Das neue Bärengehege

Neues Spielzeug von den Tierpaten !