Was lange währt...

... wird endlich wahr! - Kein Satz beschreibt die Geschichte des Donauaquarium besser. Durch die unmittelbare Nähe des Tiergartens zur Donau, war die Idee schon vor rund zwanzig Jahren geboren, die einheimische Fischwelt den Besuchern näher zu bringen. Aber erst durch die Möglichkeiten des modernen Aquarienbaus, ließ sich dies nun verwirklichen.

Die ersten Entwürfe gab es schon vor rund zehn Jahren, doch das Projekt fiel immer wieder dem knappen Stadtetat zum Opfer. 2006 wurde der Bau im Ulmer Gemeinderat beschlossen.

Im März 2007 begannen die Arbeiten. Alles ging zügig voran, so dass im August 2007 die beiden Teile des Glastunnels mit dem Kran eingesetzt werden konnten.



Entwürfe: Architekturbüro Ritzal, Friedrichshafen

Diese bestehen aus zehn Zentimeter dickem Plexiglas, das auf einer speziell gefertigten Holzkonstruktion nach Erwärmen in Form gebracht wurde. Jedes Röhrenelement für sich wiegt ca. fünf Tonnen. Die Rückwände des Beckens wurden von einem Künstler in naturnahe Steinwände verwandelt.

Das Becken fasst ohne Dekoration ca. 310 000 Liter Wasser, mit Dekoration (Rückwande, Bodengrund, etc.) noch ca. 250 000 Liter. Es ist vier Meter tief.

Ein Tierpfleger hat extra einen Tauchkurs mit Prüfung absolviert, um das Becken reinigen zu können. Zwei- bis dreimal die Woche taucht er ab und putzt die Röhre mit einem weichen Kunstlammfell, so dass die Besucher einen ungetrübten Blick auf die Fische haben. Viel Zeit kann er sich dabei aber nicht lassen, denn die Temperatur des Wassers beträgt nur zwischen zwöf und sechzehn Grad Celsius.

Die ist aber die optimale Temperatur für die Bewohner des Donauaquariums, die allesamt Vertreter einheimischer Arten sind. Die Tiere wurden allerdings nicht der Natur entnommen, sondern stammen aus Nachzuchten. Für den Besucher sind folgende Fische zu sehen: Waller, Hecht, Karpfen, Rotauge, Rotfeder, Flussbarsch,...

Fried- und Raubfische sind zusammen im Wasser. Durch die Dekoration wurde den Friedfischen Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten geschaffen. Durch die kontrollierte Fütterung der Tierpfleger sind die Raubfische auch nicht darauf angewiesen, selbst zu jagen.

Für die Zukunft sind Schaufütterungen geplant. Die genauen Zeiten finden sie dann auf der Internetseite.

Etwas vergleichbares wie das Donauaquarium gibt es in Deutschland nicht. Andere große Röhren zeigen ausschließlich die exotische Tierwelt der Meere.